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Dachgefälle und -konstruktion

Dachgefälle und -konstruktion

Für die Begrünbarkeit von Dächern spielt deren Form und Konstruktion zunächst nur eine untergeordnete Rolle. Erst bei der Wahl des Begrünungsaufbaus müssen Kriterien wie Statik, Erosionsschutz bzw. Schubkräfte bei Schrägdächern sowie stehendes Wasser bei 0°-Dächern berücksichtigt werden. Die Systemlösungen von Climagrün sind jeweils auf diese unterschiedlichen Gegebenheiten angepasst. Bei Dachformen wie Flachdächer mit oder ohne Gefälle, Schrägdächer, Kuppeln usw. sind hier kaum Grenzen gesetzt, aber auch für die verschiedenen Dachkonstruktionen wie Warm-, Kalt-, oder Umkehrdach hat Climagrün mehrere Lösungen im Angebot.

 

 

satteldach pultdach  flachdach  tonnendach  kuppeldach 
 Satteldach
 Pultdach
Flachdach
Tonnendach
Kuppeldach

 

Dachgefälle

Flachdächer sollten über ein Gefälle von mindestens 1° in Richtung der Abflüsse verfügen, um stehendes Wasser bzw. Pfützenbildung weitgehend zu vermeiden.
Die Herstellung einer Dachneigung von 1°-2° kann auf mehrere Arten erfolgen:
- Gefällestrich unterhalb der Abdichtung
- Gefälledämmung (Wärmedämmung wird in unterschiedlicher Stärke verlegt)
- durch Dachkonstruktion hergestelltes Gefälle

 

Für Flachdächer ohne Gefälle und Schrägdächer müssen einige zusätzliche Punkte berücksichtigt werden:

 

 

0° - Dach

Bei einem 0°-Dach (Flachdach ohne Gefälle) müssen Vorkehrungen getroffen werden, um stehendes Wasser und eine damit verbundene Vernässung der Vegetation vorzubeugen. Es soll- ten daher ausschließlich hochwertige Abdichtungsmaterialien und Begrünungsaufbauten verwendet werden. Das universell einsetzbare Drän- und Wasserspeicher- element Climadrain 55 wurde von Climagrün u.a. für den Einsatz auf 0°-Dächern entwickelt. Die unterseitigen Entwässerungskanäle führen das Überschusswasser zielgerecht zu den Abflüssen und durch die optimierte Schichtstärke der Platte besteht ein Zwischenraum von min. 5,5 cm zwischen Dachabdichtung und Substrat.

Technische Zeichnung Pfutzenbildung
Pfützenbildung



 

Schrägdach von 5°-20°
Bei Schrägdachbegrünungen mit einem Gefälle bis 20° wird ein Erosionsschutz ohne Einbau von horizontalen Schubschwellen benötigt. Climagrün erfüllt diese Anforderung mit der Drän- und Wasserspeicherplatte Climadrain 55, die bei Schrägdächern seitenverkehrt eingebaut wird. Die nach oben stehenden Wasserspeichermulden verrichten den Erosionsschutz und die speziell entwickelte Oberfläche, die hier auf der Dachabdichtung aufliegt, gewährleistet eine optimale Dränagefunktion.

 

Schrägdach ab 20°
Bei Schrägdachbegrünungen mit einem Gefälle über 20° müssen laut italienischer Dachbegrünungsnorm UNI 11235 horizontale Schubsicherungen eingeplant werden. Die Dachabdichtung darf hier keinerlei Spannung ausgesetzt sein. Alle Schrägdachsysteme von Climagrün sind daher mit Schubschwellen ausgestattet, um die Wirkung der Schubkraft aufzuteilen und einen höchstmöglichen Erosionschutz zu gewährleisten.

 

Dachkonstruktionen

Für eine Begrünung ist die Tragkonstruktion nur sekundär relevant. Sowohl Leichtdachkonstruktionen als auch massive Stahlbetondecken können prinzipiell begrünt werden. Die Wahl der Vegetationsart hängt hier ausschließlich von der Tragkraft der Konstruktion ab. In der statischen Berechnung muss die zusätzliche Auflast des jeweiligen Begrünungssystems immer mit berücksichtigt werden.
Auch die unterschiedlichen Dachkonstruktionen wie Warmdach, Kaltdach oder Umkehrdach können grundsätzlich begrünt werden. Einige bauphysikalische Hinweise sollten immer beachtet werden.

 

Warmdach
Nicht durchlüftete Dächer (Warmdächer) sind die am häufigsten vorkommende Variante von Dachkonstruktionen. Sie sind bei richtiger Ausführung mit jeder Vegetationsart begrünbar, man sollte allerdings darauf achten, dass eine druckstabile Wärmedämmung und eine hochwirksame Dampfsperre zum Einsatz kommt.

 

Kaltdach
Durchlüftete Dächer (Kaltdächer) kennzeichnen sich durch einen zweite Tragkonstruktion oberhalb der Wärmedämmung. Richtig ausgeführte Kaltdächer sind mit jeder Vegetationsart begrünbar, eine ausreichende Belüftung darf durch den Begrünungsaufbau jedoch nicht behindert werden. Die Statik der zweiten Tragkonstruktion muss auf das Gewicht der jeweiligen Systemlösungen abgestimmt sein.

 

Umkehrdach
Umkehrdächer sind eine Sonderform des Warmdaches, bei der die Dämmung oberhalb der Abdichtung, und damit im feuchten Bereich liegt. Umkehrdächer sind bei richtiger Ausführung mit jeder Vegetationsart begrünbar, es sollten allerdings einige Punkte berücksichtigt werden:
- Schaffung eines ausreichend großen Gefälles für eine optimale Dränage und zur Beibehaltung der thermischen Werte des Dämmstoffs
- Windsogsicherung beachten
- auf druckstabile und zugelassene Wärmedämmung achten
- freies Ausdiffundieren von Wasserdampf aus dem Dämmstoff. Um diese Funktion zu gewährleisten muss bei den Begrünungsaufbauten anstelle der üblichen Schutz- und Speichermatte eine diffusionsoffene Schutzmatte verwendet werden. Climagrün verwendet für Umkehrdächer seine Rieselschutzbahn RS, eine hochdiffusionsoffene Schutzmatte, die die Dämmung vor Feuchtigkeit schützt.

 

Technische Zeichnung Umkehrdach Rieselschutzbahn RS
 Dachkonstruktion Umkehrdach
Diffusionsoffene Rieselschutzbahn RS als Schutzschicht
zwischen Dämmmaterial und Begrüngsaufbau

 

 

Statik
Die zusätzliche Auflast einer Dachbegrünung muss in der statischen Berechnung immer berücksichtigt werden. Es ist wichtig das Eigengewicht der Dachbegrünung im wassergesättigten Zustand, die Schneelast, Zusatzlasten und Windlast in die Berechnungen mit aufzunehmen. Das Gewicht einer Dachbegrünung hängt von der Vegetationsart und der damit verbundenen Aufbauhöhe ab. Pauschal kann man für jeden Zentimeter Aufbauhöhe mit einer wassergesättigten Lastzunahme von ca. 12 bis 17 kg pro m² (ohne Vegetation) rechnen.